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PSG vs. Inter 5:0 – „Le Triomphe“ adelt Paris und Fußballreisen Ligue 1

Match der Woche · 2. Juni 2025 · 5 Min. Lesezeit

Champions League
Ligue 1
Champions League Finale
CG

Carsten Germann

2. Juni 2025

PSG gegen Inter 5:0 (2:0) im Champions-League-Finale von München am 31. Mai 2025 – unser letztes Match der Woche in dieser Saison war ein Jahrhundertspiel. Ein grandios aufspielendes PSG degradierte bei „Le Triomphe“, wie die französische Fußball-Bibel L‘ Equipe den höchsten aller Final-Siege in der „Königsklasse“ nannte, Inter Mailand zum Statisten und machte auch Werbung für die heimische Ligue 1. 

Fotos, auf denen in München Tickets Champions League Finale verzweifelt gesucht wurden, gab es im Netz schon am frühen Nachmittag des 31. Mai 2025, als sich die Fans in der Innenstadt der bayerischen Metropole auf das Spiel einstimmten.

Wer eine Karte für die Münchner Arena – bis zu 10.000 Euro wurden am Spieltag für ein Ticket aufgerufen – erwischt hatte, konnte sicher sein, ein Jahrhundertspiel gesehen zu haben.

Welche Stars und prominenten Gäste waren beim Champions-League-Finale 2025?

Auf der Nordtribüne kommentierten zwei live, ohne die ich mir anglo-amerikanischen Boulevard eigentlich und uneigentlich nicht vorstellen kann: England-Idol David Beckham und Hollywood-Legende Tom Cruise. 

„Es ist eine großartige Stadt, ein tolles Land“, hatte Tom Cruise ein Lob für München und für Deutschland (DFB) als Ausrichter, „ich habe David Beckham in Paris spielen sehen und wir kennen uns seit Jahrzehnten.“ 

Zu den prominentesten Zuschauern im Champions-League-Finale, so sah es ein witziges Meme bei Instagram, gehörten auch Bayern-Macher Uli Hoeneß, Champions-League-Sieger Franck Ribéry (gewann 2013 mit Bayern das Finale in Wembley gegen den BVB), denen diese PSG-Machtdemonstration sicher weniger Spaß gemacht hat, und… die Mannschaft von Inter Mailand. 

„Hatten es nicht verdient“

Sie nahm an diesem Spiel nie wirklich teil. „Wir hatten es vom Start weg nicht verdient“, bilanzierte ein enttäuschter Denzel Dumfries anschließend bei UEFA TV, „wir waren nicht in der Lage, unser eigenes Spiel durchzubringen.“ 

Inters Kapitän Lautaro Martinez: „Paris hat keine Fehler gemacht und verdient gewonnen.“ 

Sieht man es so, dann hat PSG ein Spiel nahe der Perfektion abgeliefert. Keine einzige, spielrelevante Statistik sah Inter nach 90 Minuten vorn. 

Achraf Hakimi, früher Borussia Dortmund, eröffnete das Tor-Festival von München mit dem 1:0 nach zwölf Minuten und wurde zum ersten Spieler aus Marokko, der den „Henkelpott“ stemmen durfte. Sein Teamkollege Willian Pacho, ehemals Eintracht Frankfurt, ist nun der erste Profi aus Ecuador, der die Champions League gewann, ebenso triumphierte PSG-Winter-Transfer Kvhicha Kvaratskhelia (kam für 70 Millionen Euro aus Neapel) als erster Spieler aus Georgien. 

PSG Inter Champions League Finale

Endlich am Ziel: Paris Saint-Germain feiert am 31. Mai 2025 den Gewinn der Champions League, nach einem triumphalen 5:0 gegen Inter Mailand im Finale von München. Foto: Imago Images / Beautiful Sports

Höchste Siege im Champions League Finale: PSG übertrifft Real und Milan

Es wurde nach Juventus Turin gegen Real Madrid (1:4) in Cardiff 2017 das einseitigste Champions-League-Finale seit der Novellierung des Wettbewerbs im Jahr 1992.
Damals war in der walisischen Hauptstadt nach 64 Minuten alles entschieden. 

In München sogar schon eine Minute früher, mit dem 3:0 durch Desiré Doué (63.). Der Youngster trug sich mit zwei Treffern in die Torschützenliste dieser Finalpartie ein und wurde – völlig zu Recht – von der UEFA zum „Man of the Match“ gewählt.

„Wir haben Geschichte geschrieben – für den Verein, für Frankreich, für den europäischen Fußball“, sagte Doué anschließend nicht ohne Stolz.

Ja. Paris Saint-Germain kürte sich in überragender Manier und als zweiter französischer Club zum Champions-League-Sieger nach dem Erzrivalen Olympique Marseille 1993 (gewann die Trophäe ebenfalls in München und ebenso gegen einen Serie-A-Club, 1:0 gegen Milan).

Mit dem 5:0 übertraf man den Tor-Rekord in einem Champions League, den bisher der AC Mailand beim 4:0 gegen den FC Barcelona 1994 in Athen innehatte. Real Madrid hatte Eintracht Frankfurt im Meistercup-Finale von 1960 in Glasgow mit 7:3 ebenfalls mit vier Toren Vorsprung die Grenzen aufgezeigt. 

Der seit 2011 aus Katar finanzierte französische Hauptstadtclub zeigte, dass die heimische Ligue 1 oft und gern, aber eben doch häufig auch zu Unrecht geschmäht wird. 

Die Ligue 1 hat nur Paris, der Rest ist Schrott“, so hatte Fußballstar Cristiano Ronaldo im Januar die französische Eliteliga abgekanzelt. 

Fußballreisen Ligue 1: 2025/26 mit einem Derby in Paris

Das stimmt nischt, Cherie.

PSG steht in der Ligue 1 sportlich wie finanziell über den Dingen, klar. Aber auch andere Vereine wie Newcomer Stade Brest oder der OSC Lille, der als einziges Team aus Frankreich nach der neu eingeführten Liga-Phase direkt im Achtelfinale stand, konnten in dieser Champions-League-Saison überzeugen. 

Zudem haben in der Ligue 1 auch die Auswärtsspiele von PSG bei „OM“ in „Le Classique“ und bei Olympique Lyon hohe Brisanz. 

Fußballreisen Ligue 1 bringen im nächsten Jahr erstmals seit 1990 (Paris Saint-Germain gegen Racing) wieder ein Derby nach Paris: PSG gegen den FC Paris. 

Auf diese Partien in zwei Stadien, die wirklich nur einen strammen Torschuss voneinander entfernt liegen, können Sie, können wir uns schon jetzt freuen. 

Wann startet die Champions League Ligaphase 2025/26?

Die Liga-Phase der Champions League beginnt am 16. September 2025 mit dem ersten Spieltag und endet am 30. Mai 2026 mit dem Finale in der Puskás Arena in Budapest. Aus der Bundesliga sind Bayern München, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der BVB direkt für die Liga-Phase qualifiziert. Englands Premier League stellt erstmals sechs Vereine: FC Liverpool, Arsenal, Chelsea, Newcastle United, Manchester City und Tottenham Hotspur

Wann beginnt die Ligue-1-Saison 2025/26?

Die 88. Saison der französischen Eliteliga startet am 15. August 2025 und endet am 16. Mai 2026. Zwischen dem 14. Dezember 2025 und dem 4. Januar 2026 geht die Ligue 1 in die Winterpause. 18. und letzter Club, der sich über die Aufstiegs-Relegation qualifizierte, ist der FC Metz aus dem grenznahen Lothringen. 

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