DFB Pokal Olympiastadion – Mehr Sicherheit für Final-Standort

Carsten Germann am Millerntor

Author: Carsten Germann
Published: 07.12.2025

Veröffentlicht in Fussball News & Infos,

Anfang Februar geht die Jagd nach den Tickets für das DFB-Pokalfinale weiter – im Viertelfinale gibt es u. a. eine Final-Neuauflage FC Bayern gegen RB Leipzig. Das Endspiel am 23. Mai 2026 bleibt das Traumziel der acht, noch im Wettbewerb stehenden Vereine. Derweil schwebt eine Debatte um das DFB Pokalfinale Stadion, das Berliner Olympiastadion. 

Das berichtet SPORT BILD (Ausgabe 46 / 2025). Der Mietvertrag zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Berlin für das seit 1985 ausgewählte „deutsche Wembley“ als Austragungsort des Finales bis mindestens ins Jahr 20230 hat einen Schönheitsfehler.

DFB Pokal Finale Karten: Bis 2030 immer in Berlin?

In Berlin fehlt es rund um das Olympiastadion an Zugängen! Wie das DFB-Pokalfinale 2025 mit VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld (4:2) zeigte, sind lediglich zwei Haupteingänge, Ost und Süd, ein Nadelöhr, in dem der Stau der Zuschauer im schlimmsten Fall für eine Massen-Panik sorgen könnte.

Hintergrund: Beim Finale im Mai 2025 stauten sich die Reihen mit unzähligen Anhängern von Arminia Bielefeld 90 Minuten vor den ausbaufähigen Einlasskontrollen am Süd-Tor (Gegengerade). Das sorgte für gereizte Stimmung.

Lobenswert war die besonnene Haltung der Bielefelder Fans, die eine Eskalation verhinderte. Bei jeweils 24.000 Zuschauern beider Finalgegner, die Tickets DFB Pokalfinale erhalten, strömen 67 Prozent durch das Ost-Tor (Hertha-Fankurve) und nur 33 Prozent durch das Süd-Tor ins Olympiastadion.

„Für die Zukunft“, so schrieb der geschätzte Kollege Berries Boßmann in SPORT BILD, „fordert der DFB Lösungen vom Berliner Senat, die für mehr Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf sorgen, gerade für den Fall, dass das Finale aufgrund der beiden Teilnehmer als Hochrisiko-Spiel eingestuft wird.“

Das ist theoretisch immer noch denkbar – BVB gegen Bochum oder 1. FC Magdeburg gegen Hertha BSC wären solche Konstellationen. Soweit muss und wird es nicht kommen. Wie SPORT BILD berichtete, geht der Berliner Senat mit dem Plan, das Süd-Tor zu vergrößern, in die Vertragsverhandlungen für die Neuvergabe des DFB-Pokalfinals bis 2030.

Durch die davor liegende Zufluss-Fläche sollen die ins Stadion strömenden Zuschauer im Verhältnis 50:50 beide Tore erreichen. Unser Redakteur hat diese Situation 2019 vor dem Finale FC Bayern München gegen RB Leipzig (3:0) in Berlin miterlebt, das ist wirklich nicht ohne und muss verbessert werden.

Diese Aussicht soll bis 2030 bleiben: Blick ins Berliner Olympiastadion vor dem Finale 2023 mit RB Leipzig und Eintracht Frankfurt. Foto: Imago Images

DFB Pokal Finale Sicherheitskonzept & Maßnahmen: Was wird sich beim Einlass ändern?

Das Südtor wird um 30 Drehkreuze erweitert, dafür muss der Parkplatz PO Süd weichen. Mehr bauliche Veränderungen sind durch die Tatsache, dass das 1936 zu den Olympischen Sommerspielen eingeweihte Stadion unter Denkmalschutz steht, nicht bzw. kaum möglich.

Ob diese Erweiterung bis zum Finale am 23. Mai 2026 schon finalisiert ist, bleibt die große Frage. 

Carsten Germann am Millerntor

Der Autor: Carsten Germann berichtet seit 2002 aus erster Hand über den englischen Fußball, u. a. für DIE WELT, BILD am SONNTAG und seit April 2021 auch als leitender Redakteur beim Portal Fussballdaten.de. Zudem gab er mit den Büchern Football’s home (2007) und Absolute Dynamite! (2010) zwei Sammelbände mit seinen Fußball-Reiseerlebnissen aus Großbritannien heraus. Für DIE FUSSBALLREISE schreibt er regelmäßig über den Insel-Kick.

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