
Fußballreisen FC Fulham: Neue Tribüne, ganz dicht dran
Fussball News & Infos · 5. November 2024 · 4 Min. Lesezeit
Carsten Germann
Das Monday Night Game in der Premier League FC Fulham gegen FC Brentford (2:1) – die-fussballreise.de hat sich diese Partie für Sie vor Ort angesehen. Ein denkwürdiges Match – und eine einzigartige Sicht auf den Rasen im Craven Cottage.
Das Craven Cottage ist und bleibt ein besonderes Stadion in der Premier League. Bereits 1896 eröffnet, hat es sich seinen Gründerzeit-Charme erhalten und die idyllische Lage direkt an der Themse macht die Heimstatt des Fulham Football Club einzigartig.
Stellvertretend dafür steht das Pavillon-Gebäude „The Cottage“ zwischen Johnny Haynes Stand (Eingang: Stevenage Road) und Putney End. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Die imposante Riverside Stand im Stadion Craven Cottage kurz nach der Fertigstellung im März 2023. Foto: Imago
Riverside Stand: „Ein Game-Changer“
Nicht so bei der Riverside Stand, der direkt an den Fluss angrenzenden Tribüne.
Nach der Umbauphase des Stadions in den Jahren 2022 bis 2023 fasst das Craven Cottage 29.600 Zuschauer, bis dahin waren es 24.600 Plätze (nur Sitzränge).
In der Riverside Stand bleiben keine Wünsche offen. Die „Brasserie at the Water’s Edge“ und die Bar „The Dugout“ gehören seit dem Spätjahr 2024 zu den exklusiven Hospitality-Angeboten der Londoner.
„Verstehen Sie uns nicht falsch, aber die Entwicklung der Riverside Stand, einer Location wie keine andere, ist ein echter Game-Changer für den FC Fulham, unsere Nachbarviertel und ganz London“, sagt Fulhams Präsident Shahid Khan über die neue Tribüne.
In der Bar ,,The Dugout" in der Riverside Stand des FC Fulham. Foto: Jörn Lutter für die-fussballreise.de
Fußballreisen FC Fulham: Fußmarsch an der Themse entlang
Eine Fußballreise FC Fulham unternimmt man am besten mit der U-Bahn (District Line). Der U-Bahnhof Putney Bridge ist nur etwa 15 Minuten entfernt, wobei man bei Abendspielen beachten muss, dass der Bishop’s Park, durch den der Fußweg führt, abends geschlossen ist.
Wer es trotzdem mit dem Auto versucht: An Abendspielen und bei Sonntagspartien ist Parken rund um Stadion kostenlos.
„Fulham“, so Jörn Lutter, Gründer und Inhaber von die-fussballreise.de, „ist die Fußball charmanteste Option in London. Ein schöner Weg durch den Park führt an der Themse entlang zum Craven Cottage. Von der Atmosphäre her ist das Stadion typisch-englisch, abseits der großen Vereine und die Plätze im Dugout auf der Riverside Stand sind mit das Beste, was man für die Premier League anbieten kann.“
Blick von ,,The Dugout" auf der neuen Riverside Stand beim FC Fulham - Auf Tuchfühlung mit der Premier League. Foto: Jörn Lutter für die-fussballreise.de
„Das ist Premier-League-Fußball“
Und vor dieser Kulisse lässt es sich spielen – selbst in der Tabellenkonstellation Elfter gegen Zwölfter. „Das ist Premier-League-Fußball“, sagte Fulham-Coach Marco Silva vor dem Spiel bei Premier-League-TV, „aber wir befinden uns als Kollektiv immer noch in einem Lernprozess.“
Der Europa-League-Finalist von 2010 geriet nach 24 Minuten durch den Deutschen Vitaly Janelt per Gewaltschuss mit 0:1 in Rückstand. Keine Chance für den früheren deutschen Nationaltorhüter Bernd Leno.
2:1 gegen den FC Brentford in der Nachspielzeit: Fulhams Profis auf der Ehrenrunde durch das Stadion Craven Cottage. Foto: Jörn Lutter für die-fussballreise.de
Unglaubliche Schlussphase
Diese Führung hielten „The Bees“ bis in die absolute Schlussphase. Bis dahin hatten 24 Schussversuche der „Cottagers“ in der zweiten Halbzeit nicht zum Torerfolg geführt.
Sechs Minuten Nachspielzeit waren schon angebrochen, da lenkte der eingewechselte Harry Wilson (90. + 2) den Ball irgendwie zum 1:1 ins Netz.
Leno rettete Fulham mit einer Riesen-Parade aus fünf Metern gegen den Ex-Fulham-Profi Fabio Carvalho das Spiel (90. + 5).
In der Nachspielzeit der Nachspielzeit „explodierte“ das Craven Cottage dann vor Jubel – Harry Wilson mit einem Flugkopfball zum 2:1 – was für Szenen. Die „Cottagers“ wären nach dem Siegtor am liebsten in die brodelnde Menge gesprungen und manch übereifriger Fan musste von der Security vom Platz geholt werden. Noch näher dran geht eben kaum...
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