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Juventus gegen Inter im „Derby d‘ Italia“ – Eine großartige Geschichte

Match der Woche · 17. Februar 2025 · 4 Min. Lesezeit

Derby d' Italia
CG

Carsten Germann

17. Februar 2025

Derby d‘ Italia zwischen Juventus Turin und Inter Mailand (1:0) – Dieses Spiel gab es am 16. Februar 2025 in der italienischen Serie A zum 253. Mal. Mit einer Überraschung. 

Ein echtes Erlebnis bei Fußballreisen Juventus Turin ist das Intro mit der Hymne ,,Storia di un grande Amore“ (Dt.: „Die Geschichte einer großen Liebe“).

Die ersten Gesänge zum Derby hatten Juventus’ Fans schon am vergangenen Dienstag, beim 2:1-Arbeitssieg im Champions-League-Playoff zum Achtelfinale gegen die PSV Eindhoven angestimmt. 

Das schien die richtige Motivation gewesen zu sein, denn „die alte Dame“ landet erstmals seit dem 6. November 2022 wieder einen Heimsieg im „Derby d‘ Italia.“

Juventus Inter Kolo Muani

Francisco Conceicao und Randal Kolo Muani von Juventus Turin feiern das 1:0 im Derby d' Italia gegen Inter Mailand. Foto: Imago Images / Nicolo Campo

Tor-Festival im Hinspiel

Im fast schon legendären Hinspiel in Mailand hatte man im Oktober 2024 ein 4:4 erzwungen. 

Es wurde im 253. Derby dieser beiden Star-Clubs, die 56 italienische Meistertitel (davon 20 für Inter) auf sich vereinen, der 113. Sieg für die „Bianconeri“, wie die Mannschaft aus Turin auch genannt wird.

77-mal hatte Inter Mailand gewonnen. 

Warum eigentlich „Derby d‘ Italia“?

Die Rivalität im „Derby d‘ Italia“ hat sich seit 2006 und nach dem Zwangsabstieg von Juventus Turin im Zuge von Wett-Manipulationen – der „Scudetto“ wurde Vizemeister Inter zugesprochen – verschärft.

Bis dato war keiner der beiden Großclubs je aus der Serie A abgestiegen. 
Erfunden wurde dieser Begriff – vergleichbar mit dem „deutschen Klassiker“ FC Bayern gegen den BVB – von einem Journalisten. 

Es war Giovanni „Gianni“ Brera (1919 – 1992), der mit Blick auf die Dominanz dieser beiden Vereine in den 1960er-Jahren mit je zwei Meistertiteln für Juventus Turin und zwei für Inter geprägt hat. 

791 Tage nach dem WM-Finale von Katar trafen Randal Kolo Muani, französischer Neuzugang von Juventus Turin von PSG, und Inters argentinischer Weltmeister Lautaro Martinez wieder aufeinander. 

Der Punktsieg ging dieses Mal an den ehemaligen Frankfurt-Stürmer Kolo Muani. Er legte in der 74. Minute das entscheidende 1:0 durch Francisco Conceicao auf. Es war der 3. Saisontreffer für den Portugiesen, zwei davon erzielte er in den letzten drei Spielen. Und von diesem Treffer wird man in Juventus-Fankreisen noch lange sprechen.

Vielleicht wird es ja auch mit dem aus Paris geliehenen Kolo Muani noch eine Geschichte mit Happy End.

Wie auch immer, Juventus feierte am Ende den vierten Pflichtspiel-Sieg in dieser Saison und verhinderte den Gipfelsturm von Inter Mailand.

Inter verpasst die Tabellenführung 

Tabellenführer SSC Neapel hatte bereits am 15. Februar 2025 (Samstag) nur 2:2 bei Lazio Rom gespielt, doch die „Nerazzurri“ ließen in Turin zu viele Chancen liegen.

Denzel Dumfries (13.) verpasste mit einem Kopfball nach Vorlage von Lautaro Martinez aus kurzer Distanz die sichere Führung für Inter. 

Juves erste Großchance vergab Kolo Muani (32.), der aus elf Metern nur knapp am Lattenkreuz vorbeischoss. Nur drei Minuten später verzog Lautaro aus fünf Metern für die Gäste aus Mailand, den musste der Weltmeister einfach machen.

So ging es in diesem traditionell intensiv geführten Spiel hin und her, zwei Top-Teams belauerten sich auf Augenhöhe, warteten auf den entscheidenden Fehler. 

Den machte Inter! Fünf Mailänder konnten Kolo Muani bei seinem Dribbling im Strafraum nicht stoppen, der Franzose brachte den Ball im Fallen zu Conceicao, der aus 8 Metern wuchtig abschloss – 1:0.

Mit diesem Derby-Sieg sprang Juventus auf Rang vier, doch bei 10 Punkten Rückstand auf Napoli ist für die Schwarz-Weißen lediglich die erneute Champions-League-Qualifikation realistisch. 

Inter-Coach Simone Inzaghi verblüffte mit zwei seiner Auswechslungen. Er nahm Alessandro Bastoni und Federico Dimarco vom Platz und brachte Carlos Augusto und Nicola Zalewski (62. / 80.). Das Ruder ließ sich aber nicht mehr herumreißen. „Ich habe getan, was notwendig war“, verteidigte Inzaghi seine Wechsel in der Pressekonferenz nach dem Spiel, „in der ersten Halbzeit und in der ersten Viertelstunde der zweiten habe ich gesehen, wie das Team gelitten hat.“

Welche Gegner erwartet Juventus Turin noch im Allianz Stadium?

In der Serie A trifft Juventus Turin am 9. März 2025 mit Atalanta Bergamo auf ein weiteres Team der Top 4, das vorletzte Heimspiel ist am 27. April 2025 gegen Monza Calcio, ehe es am 37. und vorletzten Spieltag gegen Udinese Calcio geht. 

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