Eintracht-Stadion
Eintracht-Stadion in Braunschweig: Historie trifft auf leidenschaftliche Fußballkultur. Ein Ort voller Erinnerungen und Emotionen.
Eintracht-Stadion – wo der erste Trikotsponsor der Bundesliga entstand
Das Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße wurde 1923 eröffnet und fasst heute 23.325 Zuschauer. Es ist ein Oval klassischer Bauart, ursprünglich für Fußball und Leichtathletik angelegt; der letzte größere Umbau erfolgte 2013.
Die Meisterschaft von 1967
Eintracht Braunschweig gewann 1967 die deutsche Meisterschaft — mit einer Mannschaft, die weniger Tore erzielte als fast alle Konkurrenten und dafür kaum welche zuließ. Es war ein Titel durch Organisation und Disziplin, nicht durch Glanz, und er gilt bis heute als eine der ungewöhnlichsten Meisterschaften der Bundesligageschichte.
Der Hirsch, der ein Wappen wurde
Die folgenreichste Episode dieses Stadions ist keine sportliche. 1973 wollte Eintracht Braunschweig einen Sponsor auf das Trikot nehmen — den Jägermeister-Hirsch. Der DFB hatte Trikotwerbung verboten. Die Mitglieder beschlossen daraufhin, den Hirsch zum Vereinswappen zu erklären; gegen das eigene Wappen konnte der Verband nichts ausrichten.
Der Verband musste die Trikotwerbung freigeben, und binnen weniger Jahre trug jeder Bundesligist einen Schriftzug auf der Brust. Die Wirtschaftsgeschichte des deutschen Profifußballs beginnt damit an dieser Adresse.
Anreise und Lage
Das Stadion liegt nordöstlich der Braunschweiger Innenstadt an der Hamburger Straße 210 und ist vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar. An Spieltagen füllt sich die Hamburger Straße schon Stunden vorher mit Anhängern in Blau und Gelb — wer die letzten Meter zu Fuß geht, bekommt den Anmarsch mit.
Braunschweig selbst liegt an der ICE-Strecke Berlin–Hannover; aus Hannover sind es rund dreißig Minuten.
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