Regionale Angelegenheiten - mit einer Ausnahme
Heute stellen wir einmal die zehn größten Derbys im spanischen Fußball vor. Bis auf das El Clásico, sind es vor allem die Lokalderbys in den verschiedenen Städten und Provinzen Spaniens, welche die Fans begeistern.
Eines gleich vorweg, das Barcelona Derby zwischen dem FC Barcelona und Espanyol hat es nicht in die Top 10 geschafft. Trotz der geografischen Nähe beider Clubs ist die Rivalität der Fans eher moderat und dieses Derby ist nicht mit anderen Stadtderbys in Europa zu vergleichen.
Dafür gibt es im Großraum Madrid aber gleich zwei Derbys, die es in die Top 10 der größten Spanischen Derbys geschafft haben. Und hier nun die Top 10 der größten spanischen Fußball Derbys.
10. Ost-Andalusisches Derby: Granada vs Malaga
Auch im La Rosaleda Stadium von CD Malaga finden die Derbys gegen Granada statt. Foto: Shutterstock
Das Derby im Osten Andalusiens, auch bekannt als das Andalucía Oriental Derby (Derbi Andaluz, Derbi Oriental) steht für die Rivalität zweier Vereine in der Region Ost-Andalusiens, nämlich Málaga CF (früher CD Málaga) und Granada CF.
Das erste offizielle Spiel zwischen diesen beiden Vereinen datiert auf den 10. Dezember 1933. Es fand in der Tercera División auf dem Campo de Las Tablas statt, als Recreativo de Granada (früherer Name von Granada) die CD Malacitano (früherer Name von CD Málaga) mit 3:1 schlug.
9. Süd-Madrid-Derby: Getafe vs Leganes
Das Coliseum Alfonso Pérez - hier trifft Getafe nun häufiger im Derby auf Leganes. Foto: Shutterstock
Das Süd-Madrid-Derby ist ein Klassiker. Historisch in den Tiefen des spanischen Ligasystems gespielt, ist es in den letzten Jahren von weit unten aufgestiegen, um auf der großen Bühne der La Liga ein Zuhause zu finden - etwas, das immer unmöglich schien
Das Süd-Madrid-Derby ist das einzige Derby in Spanien, welches in jeder spanischen Liga ausgetragen wurde. Abgesehen von Real Betis und FC Sevilla liegen in Spanien zudem keine anderen Derby-Rivalen näher zusammen als Leganes und Getafe.
Nur fünf Kilometer trennen die Clubs am Rande der spanishen Hauptstadt - das Burtaque-Stadion von Leganes ist sogar vom Getafe-Stadion auf der anderen Seite der Toledo-Autobahn zu sehen.
Getafe und Leganes waren schon immer Konkurrenten auf und neben dem Platz, ihre Rivalität reicht bereits in die 1920er Jahren zurück, als beide Mannschaften noch in den Regionalligen spielten. Es war damals eine sehr lokale Angelegenheit, welche die Gespräche in den örtlichen Geschäften und Fabriken dominierte. Es war ein Spiel, das manchmal brutal war und buchstäblich auf Kiesplätzen zwischen Spielern mit Tagesjobs gespielt wurde.
Der Gedanke, dass beide Clubs jemals in der höchsten spanischen Spielklasse gegeneinander antreten würden, wurde als Spinnerei abgetan.
Getafe wurden 1923 gegründet und wurde in seiner Geschichte sogar zweimal neu gegründet, nämlich 1946 und 1983. Leganes wurde 1928 aus der Taufe gehoben.
Seit der Neugründung von Getafe 1983 spielten beide Clubs weitestgehend in unterschiedlichen Liegen. In La Liga trafen sich beide Teams zuletzt in de Saison 2024/2025, wobei Getafe (0:1 / 1:1) ohne Derby-Sieg blieb.
Auch im Butarque Stadion Leganes finden regelmäßig die Süd-Madrid-Derbys statt. Foto: Shutterstock
Bis dahin war die Geschichte des Derbys wechselhaft. Nachdem Getafe 16 Jahre lang in der La Liga spielte (unter anderem auch im Europapokal gegen den FC Bayern München), stiegen Sie ausgerechnet 2016 in die Segunda División ab. Denn genau in dieser Saison schaffte Leganes endlich den ersten Aufstieg seiner Geschichte in die La Liga. So verpassten sich die Team nur knapp in der La Liga.
Die Fans mussten aber nur ein weiteres Jahr warten. Denn in der folgenden Saison half das Schicksal mit. Leganes wehrte den drohenden Abstieg in allerletzter Sekunde ab während Getafe den direkten Wiederaufstieg in die Lag Liga schaffte. Und so kam es dann endlich, dass am 8. September 2017 das Süd-Madrid-Derby zum allerersten Mal in der La Liga ausgetragen wurde. Dieses denkwürde Spiel, welches Getafe mit 2:1 gewann, wird seitdem als El Derbi Historico bezeichnet.
Zwischen 2004 und 2017 gab es 13 Jahre lang übrigens überhaupt kein Derby. Wie jedes Derby ist es zu etwas Bedeutenderem geworden als eine Rivalität, die auf geographischem Zufall beruht. Es ist vielleicht nicht das größte Derby in der La Liga, aber die Fans beider Vereine wissen, was dieses Spiel für sie bedeutet.
"Das Derby ist für uns eines der wichtigsten Spiele des Jahres", sagt ein Leganes-Fan. „Wir haben gesehen, wie dieses Spiel wächst und wächst, und wir sind glücklich, es jetzt in der ersten Liga zu sehen. 'Die Rivalität ist real und die Leute aus beiden Orten lieben es, zu diesem Spiel zu gehen. Beide Städte sind nur durch eine Straße getrennt. Dieses Spiel hat immer eine besondere Atmosphäre."
Es ist eines dieser Derbys, das sogar bei den Spielern gut ankommt. „Zwei Städte, die nur ein paar Meter voneinander getrennt sind; es ist wunderschön“, sagte einst Leganes-Kapitän Unai Bustinza. "Im Alltag leben die Menschen in Harmonie, aber am Derbytag werden alle ihre Farben verteidigen."
8. Palma Derby: Real Mallorca vs Atlético Belares
Das San Moix von RCD Mallorca - Das Palma Derby findet hier leider nur noch selten statt. Foto: Shutterstock
Die Rivalität zwischen RCD Mallorca und CD Atlético Baleares, den beiden Clubs von der Baleareninsel Mallorca, ist im Palma-Derby oder Derbi Palmesano manifestiert.
Beide Clubs sind mit Abstand die ältesten in der balearischen Hauptstadt und pflegen aufgrund des sozialen Status ihrer jeweiligen Gründer eine erbitterte Rivalität.
Während RCD Mallorca (damals Real Sociedad Alfonso XIII FC) als die Mannschaft der Mächtigen galt, wurde CD Atlético Baleares (damals Baleares FC) in einem der Arbeiterviertel ins Leben gerufen. Dieser Charakter ist derzeit sehr verwässert und beide Clubs sind viel heterogener als zu Beginn, aber der grundlegende Charakter ist immer noch sehr präsent, wenn es um die Rivalität zwischen Fangruppen geht.
Auf den Straßen ist die Rivalität sehr lebendig geblieben, obwohl seit den 1960er-Jahren die Vereine meist in unterschiedlichen Ligen spielen - insbesondere seit den 1980er Jahren, als RCD Mallorca sportlich sehr erfolgreich war und meistens in der La Liga bzw. der Segunda División spielte, während Atlético Baleares in den Niederungen der Segunda Division B und Tercera División anzufinden war.
Das erste Aufeinandertreffen fand am 13. März 1921 zwischen der zweiten Mannschaft von Alfonso XIII FC und der ersten von Baleares FC im Stadion von Bons Aires, Eigentum der Alfonsinos, statt. Das Spiel endete früh inmitten einer heftigen Schlägerei zwischen den Spielern und dem Publikum, als die Alfonsinos mit 2 Toren gegen 1 gewannen.
Die Rivalität wird seit fast einem Jahrhundert trotz wechselnder Vereinsnamen beider Clubes aufrechterhalten. Die Mallorquiner hießen in der Vergangenheit RS Alfonso XIII FC (von 1916 bis 1931), CD Mallorca (1931-1949) und RCD Mallorca (seit 1949).
Auf Seiten der Balearen wechselte der Vereinsname von Baleares FC (von 1920 bis 1942) zu CD Atlético Baleares (seit 1942).
Das letzte Derby, das 2018 in der Segunda División B ausgetragen wurde, erregte große Aufregung und zeigte, dass die Rivalität noch immer sehr lebendig ist. RCD Mallorca gewann das Spiel im eigenen Visit Mallorca Stadion mit 3:2 gegen Baleares, die ihre Heimspiele übrigens im Estadio Balear austragen.
7. Derbi de la Comunitat: Valencia vs Villareal
Das Mestalla Stadium von Valencia. Foto: Shutterstock
Ein noch relativ junges Derby ist das Derbi de la Comunitat ("Derby der Gemeinschaft").
Es steht für die Rivalität zwischen den beiden derzeitigen La Liga Teams von Valencia CF und Villareal CF. Die Städte liegen nur knapp 56 auseinander. Das Verhältnis war zu Beginn trotzdem eher freundschaftlich, denn die Clubs waren die meiste Zeit in unterschiedlichen Ligen unterwegs.
Erst 1997 entwickelte sich die Rivalität zwischen den Teams als der Milliardär Fernando Roig seinem Bruder Francisco, der Eigentümer von Valencia CF war, nicht nachfolgen wollte und sich stattdessen dafür entschied, Villarreal CF von der Stadt Villa Real zu kaufen. Villarreal CF war bis dahin ein relativ unbekanntes Team, welches aber unter dem Einfluss und den hohen Investitionen von Roigs immer stärker und erfolgreicher wurde.
Die Vormachtstellung von Valencia als größter Verein in der Region wurde so vom ,,gelben U-Boot", wie der Verein von den Fans genannt wird, torpediert und so entstand eine bis dahin nicht existierende Rivalität.
Das Aufeinandertreffen der beiden Vereine wurde so zum wichtigsten Spiel in der autonomen Region.
Heute geht es aber nicht mehr einzig um die Vormachtstellung in der Region und darum, wer in der La Liga vor wem steht. Denn in der Zwischenzeit sind die beiden Teams sogar schon im internationalen Pokal aufeinander getroffen und die Derbys umfassen sogar ein UEFA-Pokal-Halbfinale im Jahr 2004 und ein UEFA-Europa-League-Viertelfinale im Jahr 2019 (beide Male gewann das Team aus Valencia).
Die großen internationalen Erfolge von Valencia liegen schon einige Zeit zurück (UEFA Pokal 2004 und zweimal im Champions-League-Finale, 2000 und 2001).
Villareals erster und einziger internationaler Titelgewinn ist aber noch sehr frisch. 2021 gewann Villareal im Finale gegen Manchester United im Elfmeterschießen die Europa League - und machte die Stadt zur kleinsten, die jemals einen Europapokalsieger hervorbrachte.
Nach genau 60 (Stand: Juli 2025) absolvierten Derbys stand Valencia mit nur zwei Siegen vor Villarreal.
6. Asturisches Derby: Real Oviedo vs Sporting Gijon
Eingang zum El Molinon Stadium von Sporting de Gijon. Foto: Shutterstock
Oviedo ist die Hauptstadt der Region Asturien an der Nordküste Spaniens. Es liegt etwa 20 km südlich und landeinwärts von der etwas größeren Hafenstadt Gijon.
Die Rivalität zwischen Real Oviedo und Sporting Gijon ist eine der heftigsten in Spanien. Oviedo-Fans sind als "Carbayones" bekannt, nach einer alten Eiche, die einst im Stadtzentrum wuchs.
Die Sporting Fans sind dafür bekannt, dass sie in großer Zahl zu Auswärtsspielen reisen, wodurch sie als "La Mareona" (Flutwelle) bekannt wurden.
Das Asturische Derby (asturisch: Derbi asturianu, spanisch: Derbi asturiano oder Derbi astur), gilt als eine der größten und hitzigsten Derbys im spanischen Fußball.
Das erste Pflichtspiel zwischen den beiden Mannschaften wurde am 5. Dezember 1926 ausgetragen, nachdem sich die beiden Hauptmannschaften in Oviedo (Stadion Ovetense und Deportivo Oviedo) zu Real Oviedo zusammengeschlossen hatten.
Das Spiel in der Regionalmeisterschaft von Asturien wurde in El Molinón ausgetragen und Sporting Gijón gewann mit 2:1.
Das erste offizielle Spiel in der spanischen Liga wurde im Februar 1929 in der Segunda División 1929 ausgetragen, und Real Oviedo besiegte Sporting Gijon mit 6-2. 1944 wurde das erste Derby in der La Liga gespielt, und die Carbayones gewannen erneut 2:1.
Am 29. Mai 1977 fand in Real Oviedo ein besonderes Derby statt, bei dem Sporting Gijon im vorletzten Spiel der Segunda División 1976/77 auswärts mit 2:1 im Estadio Carlos Tartiere gewann, den Aufstieg in die La Liga erreichte und die "goldenen Jahre" des Klubs einleitete.
Am 15. März 1998 gewann Real Oviedo 2:1 im bisher letzten La Liga Derby. Nach dieser Saison stieg Sporting Gijon mit der schlechtesten Leistung aller Zeiten in der spanischen Topliga in die Segunda División ab. Dies war auch das letzte Asturische Derby, das im alten Estadio Carlos Tartiere vor seiner Schließung im Mai 2000 ausgetragen wurde.
Das erste Derby im neuen Estadio Carlos Tartiere von Oviedo fand am 28. Oktober 2001 statt. Das Stadion war bei diesem Spiel zum ersten Mal ausverkauft. Allerdings schlug Sporting Gijon die Einheimischen mit 2.0.
2003 spielten die Clubs das letzte Derby vor dem Abstieg von Real Oviedo in die Segunda División B, bevor der Verein später wegen unbezahlter Rechnungen in die Tercera División abstieg. Oviedo gewann mit 2.1.
Nach Oviedos zweitem Tor stürzte eine Tribüne ein und Dutzende Fans rannten aufs Spielfeld. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Nach dem (2025 korrigieten) Abstieg von Oviedo in die unteren Ligen musste der Verein mehrere Jahre gegen Sporting Gijons B-Mannschaft spielen, bis zum erneuten Comeback in der Segunda División im Jahr 2015.
Im April 2000, als beide Clubs in akuten finanziellen Schwierigkeiten steckten, gab es Gerüchte über ein Treffen zwischen den Vorständen beider Clubs, in dem eine Fusion zur Schaffung eines einzigen Teams in der Region namens Real Asturias und die Möglichkeit eines Stadionneubaus irgendwo zwischen Gijon und Oviedo besprochen werden sollten. Die Fans beider Vereine und die überwiegende Mehrheit der Institutionen lehnten diesen Vorschlag aber ab.
5. Galizisches Derby: Celta Vigo vs La Coruna
Celta Vigo Fans im heimischen Balaidos Stadion. Foto: Shutterstock
Zwei Klubs aus Hafenstädten im rauen, wettergebeutelten Nordwesten Spaniens.
Beide Fangruppen sind durch ihr galizisches Erbe und ihre Sprache vereint, aber durch den Fußball getrennt.
Wenn Deportivo und Celta aufeinandertreffen, singen beide Fanlager noch zusammen die galizische Hymne aber verfallen dann im Anschluss wieder in Beleidigungen. Diese Rivalität ist sowohl brüderlich als auch grausam. Die Brauerei Estrella Galicia sponsert die Trikots beider Vereine, sodass keine Gruppe von Fans ihr Bier boykottiert.
Celta Vigo trägt seine Heimspiele im Estadio Balaídos während A Coruna im Estadio Riazor zu Hause ist.
Die Städte Vigo und La Coruña mögen für den Touristen auf den ersten Blick ähnlich erscheinen, aber die Einwohner beider Städte haben einen starken lokalen Stolz. Motto: „Mientras Vigo trabaja, Coruña relaja“. („Während Vigo arbeitet, entspannt sich Coruña.“) Die erstere der beiden Städte ist stolz auf Industrie und Fischerei, während letztere einen Ruf als kulturelles Zentrum für Essen und Mode genießt. Vor allem aber verstehen sich beide in erster Linie als Galicier – definiert durch das Meer, den Regen (durchschnittlich 320 Tage im Jahr) und ein Gefühl der Andersartigkeit fernab aller spanischen Klischees.

Das Stadion von Deportivo La Coruna. Foto: Shutterstock
All diese Unterschiede vereinen sich im galizischen Derby, dem zweimal im Jahr stattfindenden Kampf um die lokale Vorherrschaft. Fußball ist hier eine Obsession. Ein Fan sagte treffend: „In der Musik steckt Fußball. Es gibt Fußball im Meer. Im Tod gibt es auch Fußball.“
4. Baskisches Derby Derby: Athletic Bilbao vs Real Sociedad San Sebastian
Real Sociedad zu Gast im San Mames Stadion von Athletic Bilbao beim Basken Derby. Foto: Shutterstock
Das Baskische Derby (auch Euskal Derbia auf Baskisch, oder Derbi Vasco im Spanischen genannt) bezeichnet das lokale Fußballderby zwischen Athletic Club Bilbao und Real Sociedad San Sebastian. Es verkörpert die Rivalität zwischen den beiden Städten an der Nordküste Spaniens zwischen Bilbao und Donostia-San Sebastián, den Hauptstädten der benachbarten Provinzen Gipuzkoa und Biskaya (Bizkaia) im spanischen Baskenland. Es wird manchmal auch das AP-8 Derby genannt, beziehend auf die Autobahn, welche beide Städte miteinander verbindet.
Im April 1909 fand das Derby zum ersten Mal statt und zieht seitdem Massen von lokalen Fußballfans an. Die beiden Clubs sind die größten Fußballvereine im Baskenland und sie sind auch die erfolgreichsten Clubs in der Region. Keine anderen Vereine spielten länger in der Spanischen La Liga als Athletic und Real Sociedad. Dabei gibt es in der Basken Region mit CA Osasuna, Deportivo Alavés und dem SD Eibar drei weitere hochkarätige Clubs die regelmäßig in der obersten Spanischen Spielklasse unterwegs sind. Auch die Aufeinandertreffen dieser Vereine werden als Baskische Derbys bezeichnet, doch keines reicht von der Rivalität der Fans an die Spiele von Athletic und Real heran.
Die Fans beider Clubs treffen treffen sich traditionell an Spieltagen in und um die Stadien, was eigentlich sehr ungewöhnlich für ein lokales Derby ist, und nehmen an Veranstaltungen wie einer „Kalijera“ (eine Fanparade von der Innenstadt zum Stadion) und die 'Bertso-derbia', ein Gesangs- und Poesiewettbewerb zwischen den beiden Gruppen im Stil der traditionellen Bertsolaritza, teil.
Abgesehen von einigen kürzeren Zeiträumen hat Real Sociedad fast immer in der Spanischen La Liga gespielt.
Die Heimspiele tragen die Erreala im Estadio Anoeta aus. Atheltic Bilbao, noch nie in die zweite Liga abgestiegen, trägt seine Heimspiele im Stadion San Mamés aus.
Das Copa del Rey-Finale zwischen Real Betis und FC Sevilla
Beide Teams qualifizierten sich für das Copa del Rey-Finale 2020, dem ersten baskischen Derby-Showdown im Copa Pokalfinale. Das Spiel war ursprünglich für den 18 April 2020 terminiert, wurde aber Grund der sich ausbreitenden COVID-19 Pandemie verschoben und wurde schließlich – im leeren Olympiastadion von Sevilla – 350 Tage nach seinem ursprünglichen Datum, am 3. April 2021, ausgetragen. In einem spannenden Spiel mit vielen Fouls und wenigen Chancen erzielte Mikel Oyarzabal das einzige Tor – per Elfmeter –, und verhalf Real Sociedad damit zu einen historischen Sieg und dem ersten großen Pokal seit 1987.
Hier geht es zum Basken Derby in Bilbao und hier zum Derby in San Sebastian
Lesen Sie zum Basken-Derby auch unsere Reportage ,,Match der Woche - Baskenmützen und Löwenmasken" vom 25. November 2024.
3. El Derbi Madrileño: Real Madrid vs Atletico Madrid
El Derbi Madrileño - das Madrid Derby zwischen Real und Atletico Madrid. Foto:Shutterstock
El Derbi Madrileño, oder einfach El Derbi, ist der Name für die Aufeinandertreffen der beiden Madrider Vereine Real Madrid und Atlético Madrid.
Ursprünglich bezog es sich nur auf die Spiele der La Liga, der spanischen Meisterschaft, aber heute wurde der Begriff verallgemeinert und umfasst tendenziell jedes einzelne Spiel zwischen den beiden Vereinen (UEFA Champions League, Copa del Rey usw.).
Im UEFA Champions League Finale 2014 trafen beide Klubs in Lissabon aufeinander. Somit spielten zum ersten Mal in der Geschichte der UEFA Campions League zwei Teams aus der gleichen Stadt in einem Endspiel gegeneinander.
Zwei Jahre später standen sie beide Madrider Clubs im Champions League Finale erneut gegenüber. Beide Male konnten die ,,Königlichen" das Finale gegen Atlético gewinnen.
Auch im UEFA Superpokal 2018 war das Madrider Stadtderby das erste Aufeinandertreffen zweier Vereine aus einer Stadt. Hier behielt dieses Mal allerdings Atlético gegenüber Real die Oberhand.
Der Ursprung der Rivalität der beiden Vereine datiert vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der 1902 gegründete Madrid Football Club war der mächtigste Verein in der spanischen Hauptstadt. Sie fusionierten und akquirierten viele kleinere Clubs in der Stadt, die dann später komplett verschwanden. Gleichzeitig wurden auch die besten Spieler der noch existierenden Konkurrenzvereine vom Madrid FC verpflichtet, was auch die meisten dieser Vereine zur Aufgabe verdammte. Einzige Ausnahme: der 1903 gegründete Athletic Club Madrid. Dank der finanziellen Unterstützung seiner „Eltern“, des Athletic Club Bilbao, konnte Athletic Madrid die besten Spieler halten und wurde die letzte Bastion gegenüber der Vorherrschaft von Madrid FC in der Stadt. Da viele Fans durch die feindlichen Übernahmen ihre „sportliche“ Heimat verloren hatten, schlossen Sie sich den Rot-Weißen an und waren vereint in Ihrer Abneigung gegen Madrid FC, der 1920 vom spanischen König den Titel „Real“ verliehen bekam und seitdem Real Madrid heißt. Atheltic Madrid behielt zunächst seinen Namen mit Baskischem Ursprung, wurde aber nach dem Krieg mit dem Militär Regime von Franco in Verbindung gebracht. 1947 entschied der Verein sich seiner Assoziation mit dem Militär zu entledigen und benannte sich in den immer noch gültigen Vereinsnamen Club Atlético de Madrid um.
In den 1950er Jahren „entdeckte“ das Franco-Regime wieder seine Liebe zu Real Madrid, das im Europapokal von Erfolg zu Erfolg eilte und schmückte sich mit den Erfolgen der ,,Königlichen", um daraus für das international isolierte Land politisches Kapital zu schlagen.
Daraufhin skandierten Atlético-Fans regelmäßig, dass Real "El equipo del gobierno, la vergüenza del país" sei - "Die Mannschaft der Regierung, die Schande des Landes" .
In den 1970er-Jahren übernahm Atlético wieder die Vorherrschaft in Spanien und somit auch in Madrid. Das veranlasste die Real Fans dazu auf Atlético herabzublicken und den Verein und deren Anhänger als „Indios“ (Indianer, eine Anspielung auf die vielen lateinamerikanischen Spieler, die von den Rot-Weißen verpflichtet wurden) zu nennen.
Es ist bezeichnend, dass Real Madrid bis dahin kaum Interesse hatte, nicht-kaukasische Spieler zu verpflichten (Präsident Santiago Bernabéu sagte einst sogar, als er sich Ende der 1960er Jahre gegen die Verpflichtung des portugiesischen Star Eusebio entschied: "Mientras yo viva, aquí no jugará ningún negro ni un blanco con bigote“ („Solange ich lebe, spielt hier kein Schwarzer oder Weißer mit Schnurrbart“) .
Im Banken- und Geschäftsviertel der Paseo de la Castellana befindet sich das Santiago Bernabéu, das Stadion von Real Madrid.
Das alte Stadion von Atlético Madrid, das Vicente Calderón lag in der Nähe einer Brauerei und am Fluss Manzanares. Unter der Tribüne führte eine Autobahn durch. Seit 2017 spielt Atlético im neuen und modernen Estadio Metropolitano.
Auf Grund seiner historischen stärkeren Ressourcen und der gigantischen Erfolge hat Real Madrid eine größere Unterstützung in der gesamten Region um Madrid herum während Atléticos Fans überwiegend aus der Arbeiterklasse des Südens der Stadt kommen.
Auch wenn in der jüngeren Vergangenheit Atlético wieder vor der ,,Königlichen" steht so liegt Real in der Gesamtbilanz ganz klar vorne.
Fussballreisen und Tickets zum Madrid Derby im Santiago Bernabéu und dem El Derbi Madrileño im Wanda Metropolitano
2. Sevilla Derby: Real Betis vs Sevilla FC
Die Fans vom FC Sevilla zeigen ganz klar wer in der Stadt das Sagen hat. Foto: Shutterstock
Die Stadt Sevilla liegt im Süden Spaniens und beherbergt zwei Fußballmannschaften: Real Betis und FC Sevilla.
In Spaniens viertgrößter Stadt herrscht eine große Rivalität zwischen den beiden Clubs.
Wie bei vielen Derbys ist auch die Partie FC Sevilla gegen Real Betis sehr umkäpft. In einer Stadt, in der im Sommer Temperaturen von über 50 Grad erreicht werden, kommt es sowohl auf als auch neben dem Platz zu Spannungen.
Der FC Sevilla liegt im reicheren Stadtteil Nervion von Sevilla und spielt im Stadion Ramon Sanchez Pizjuan, während Real Betis oder "Los Verdiblancos" (die Grün-Weißen) in der Region Heliopolis spielen und mehr von der Arbeiterklasse unterstützt werden.
Ihr Stadion ist das Benito Villamarin. Die beiden Klubs sind Stammgäste in Spaniens höchster Spielklasse La Liga. Diese Tatsache hat dazu beigetragen, dass die heftige Rivalität zwischen den beiden Klubs noch größer wurde.
An Spieltagen ist die Rivalität überall ersichtlich und in der Vergangenheit sind beide Fanlager oftmals aneinander geraten. Aber auch die Teams wurden nicht verschont. Bei einem Aufeinandertreffen der beiden in der Copa del Rey im Jahr 2007 bei Betis wurde Sevillas FC Trainer Juande Ramos von einer aus der Menge geworfenen Flasche am Kopf getroffen. Er wurde bewusstlos und das Spiel musste abgebrochen werden.
Vor einem Spiel im Jahr 2018 kam es zu einer großen Schlägerei zwischen den Biris (Sevillas Ultras) und den Betis-Ultras, die zu 24 Festnahmen führte.
In beiden Stadien kommt es, auch wenn es keine Gewalt gibt, immer wieder zu Beleidigungen zwischen den beiden Anhängern. Auch auf dem Platz passiert viel. Zwischen 2009 und 2014 gab es in sieben Begegnungen eine Serie von sieben roten Karten.
Neben den Punkten geht es aber in erster Linie darum, die Könige der Stadt zu krönen. In der Clubhymne des FC Sevilla wird auf die La Giralda (Sevillas berühmte Kathedrale) verwiesen, die stolz dem FC Sevilla in Aktion zusieht.
Zum Sevilla Derby bei Real Betis und das Derby beim FC Sevilla.
1. El Clásico: FC Barcelona vs Real Madrid
Das 4:3 im Clasico gegen Real Madrid brachte den FC Barcelona am 11. Mai 2025 ganz nah an die spanische Meisterschaft. Foto: Imago Images.
Jeder Fußballfan kennt das El Clásico und eigentlich jeder Fußballbegeisterte möchte einmal dabei sein, wenn die beiden spanischen Giganten FC Barcelona und Real Madrid aufeinandertreffen. Es ist auch das weltweit am meisten geschaute Fußballspiel im Fernsehen. Fast eine halbe Milliarde Menschen in der ganzen Welt verfolgen die Clásicos alljährlich.
Auf Grund gegensätzlicher politischer Positionen besteht zwischen den Fans beider Vereine eine sehr große Rivalität. Die Katalanen möchten am liebsten unabhängig vom spanischen Staat und vom Königshaus sein und sie bringen Real Madrid mit der Institution in Verbindung, die sie Jahrzehnte lang unterdrückte.
Beim Fußball zeigen die Katalanen Ihren Stolz und ein Sieg gegen die "verhassten" Blancos ist das Größte für jeden Barça Fan.
Barça gegen Real Madrid wird erst seit der Jahrhundertwende „El Clásico“ genannt, ein Begriff der aus Lateinamerika importiert wurde. Der Begriff ist aber nicht gleichzusetzen mit dem Ausdruck „Derby“, welches normalerweise auch eine regionale Nähe mit sich bringt. Trotzdem spricht man beim Clásico oftmals auch von einem Derby.
Hier geht es zu den Fussballreisen und Tickets zum El Clásico in Madrid und zu den Fussballreisen und Tickets zum El Clásico im Camp Nou von Barcelona.
Weitere Artikel die Dich interessieren könnten:
Die 10 erfolgreichsten Fußballclubs in Spanien
Die 10 größten Derbys im Italienischen Fußball