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FC Barcelona gegen Real Madrid 4:3 – Eine neue „Remontada“

Match der Woche · 12. Mai 2025 · 4 Min. Lesezeit

El Clásico
La Liga
CG

Carsten Germann

Veröffentlicht am

Sonntag, 11. Mai 2025, kurz nach 18 Uhr – FC Barcelona gegen Real Madrid 4:3 (4:2), nach acht Minuten Nachspielzeit und einem aberkannten Tor von Fermin Lopéz löste sich bei „Barca“ alles in Jubel auf. Die spanische Meisterschaft 2024/2025 ist den Katalanen kaum noch zu nehmen. 

Die New York Times, sicher nicht immer mittendrin, wenn es um Fußball geht, schrieb: „Barcelona schlägt Real in einem Sieben-Tore-Thriller, „Raphinha und Yamal in unbarmherziger Form.“ Die spanische Sportzeitung Marca martialisch: „Barca liquidiert La Liga und Madrid.“

FC Barcelona Real Madrid El Clasico

Was für ein ,,El Clásico"-Tag für den FC Barcelona am 11. Mai 2025 - 4:3 gegen Real Madrid auf dem Montjuic und fast spanischer Meister 2025. Foto: Imago Images / NurPhoto

FC Barcelona gegen Real Madrid: „Totaler Wahnsinn“

Die katalanische Zeitung Mundo Deportivo befand sich im Rausch: „Totaler Wahnsinn auf dem Montjuic! Barça besiegelt das Double. Düster, himmlisch, ein großartiger Abschluss für eine erste Staffel der Legende von Herrn Hansi Flick.“

Sieben Tore bei „Barca“ gegen Real. Wenn Sie mich nach denkwürdigen Spielen mit dem FC Barcelona fragen, die ich redaktionell betreuen durfte, dann gehört „La Remontada“, die Aufholjagd im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain (6:1, Hinspiel: 0:4) im Jahr 2017, ebenso dazu wie das epische 3:4 nach Verlängerung vor Wochenfrist bei Inter Mailand im Champions-League-Halbfinale.

Aber für die-fussballreise.de sind die beiden „Clasico“-Spiele in dieser La-Liga-Saison auch ganz weit vorn – 4:0 im Estadio Santiago Bernabeú im Oktober 2024 und nun eine neue „Remontada“. 

FC Barcelona gegen Real Madrid 4:3 nach 0:2 – das Olympiastadion Lluis Companys auf dem Montjuic, das noch auf längere Sicht Ausweichstadion der „Blaugrana“ bleiben wird (die-fussballreise.de berichtete), bebte. 

Und auf der Tribüne tanzte einer, der von „Barca“-Sponsor Spotify als Ehrengast geladen war: Travis Scott, US-amerikanischer Rapper und Musikproduzent. Einer seiner bekanntesten Titel heißt „Rodeo“ und schaffte es in den US-Billboard-Charts auf Rang drei. 

Klingt nach anspruchsvoller Unterhaltung. Auf jeden Fall hatte Scott mehr Glück, als die 2023 Rolling Stones, die beim 1:2 im Olympiastadion zu Gast waren. 

„Barca“ schoss drei Spiele vor dem Saisonende einen Vorsprung von sieben Punkten gegenüber dem Erzrivalen aus Madrid heraus. 

„Bei Real wollen einige gar nicht verteidigen“

Weil sich Real in der Rückwärtsbewegung zu viele Fehler erlaubte, zu bequem agierte. „Real Madrid kann die besten Verteidiger stellen, wenn drei oder vier Leute das eigene Tor gar nicht verteidigen wollen, das kommt bei ihnen in dieser Saison leider zu häufig vor“, sagte Real-Idol Sami Khedira (u. a. Champions-League-Sieger 2014) nach 53 Minuten bei DAZN.

Da stand es schon 4:2 für Barcelona, Real Madrids Superstar Kylian Mbappé stellte die Partie mit seinem dritten Treffer zum 4:3 nach 70 Minuten noch mal scharf.

In der Nachspielzeit hätte tatsächlich alles noch kippen können. Mbappé zwang Wojciech Szczesny (90. + 1) zu einer Glanztat, dann war der Ball im Tor – aber wieder war es eine Abseitsentscheidung, dieses Mal Mbappé, der den Ball einen Meter vor Szczesny aus strafbarer Position mit der Hacke verwandelte. 

FC Barcelona: Die perfekte „Clasico“-Bilanz 

Dass „Barcas“ fünfter Treffer von Fermin Lopéz nach vermeintlichem Handspiel zurückgepfiffen wurde, störte Sekunden später, beim Schlusspfiff, niemanden mehr.
Es war der vierte „Clasico“-Sieg für den FC Barcelona gegen Real Madrid in dieser Saison – und das in drei Wettbewerben.

Damit gelang Hans-Dieter Flick als Trainer von „Mes que un Club“ ein Kunststück, das Pep Guardiola zwischen 2008 und 2010 gelungen war. 

Der spätere Bayern-Trainer, seit 2016 bei Manchester City, gewann seine ersten vier „Clasico“-Duelle auch allesamt – 2:0, 6:2, 1:0 und 2:0.

Flick begann mit dem fulminanten 4:0 in La Liga in Bernabeú, deklassierte Real dann in der Supercopa de Espana im Januar 2025 mit 5:2 und gewann am 26. April 2025 ein hochdramatisches im Finale in Duell in Sevilla nach Verlängerung mit 3:2. 

Seit 15 Jahren war es – bei 12:4 Toren – wieder die perfekte „Clasico“-Saison für „Barca“ gegen Real Madrid. 

„Barca schließt La Liga und eine Ära ab“, war die spanische Sportzeitung AS sicher. 
Genauso kam es: Am 12. Mai 2025 erklärte Real-Erfolgstrainer Carlo Ancelotti seinen Rücktritt zum Saisonende. Der Italiener, der drei Mal mit Real die Champions League gewann, wird neuer Nationaltrainer von Brasilien. 

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