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Tottenham vs. Liverpool 3:6 – „The Slot Machine“ out of Control

Match der Woche · 23. Dezember 2024 · 5 Min. Lesezeit

Premier League
CG

Carsten Germann

Veröffentlicht am

Fußballreisen und Tickets Tottenham Hotspur führen nicht nur in Londons modernstes Stadion, sondern auch in eine Arena, in der richtig die Post abgeht. 3,6 Treffer fallen pro Spiel im Schnitt im 2019 eingeweihten Tottenham Hotspur Stadium. Das wussten wir natürlich – und deshalb war Tottenham Hotspur gegen den FC Liverpool (3:6) auch unser letztes Match der Woche im Kalenderjahr 2024. 

Was für ein Presse-Echo! „Die Reds verwüsten Tottenham in einem Thriller“, titelte The Sun am 23. Dezember 2024. „Farther Christmas“, weit weg an Weihnachten, lautete die Schlagzeile beim Daily Mirror am gleichen Tag. „Diaz und Salah treffen zwei Mal, während Liverpool über die Stränge schlägt“, schrieb die Daily Mail.

Tottenham Liverpool Szoboszlai

Tottenham - FC Liverpool 3:6 - Dominik Szoboszlai freut sich diebisch über das 3:1 kurz vor der Pause. Foto: Imago Images / Sebastian Frej

Tja, „The Slot Machine“ out of Control! „5:1 geht’s aus“, zischte mein Fußball-Kollege Branimir Lalíc, ehemaliger Junioren-Spieler von Bröndby IF, beim 3:1 von Dominik Szoboszlai (45. + 1).

Nicht ganz! Tottenham und Liverpool zogen in der zweiten Halbzeit und unmittelbar vor Weihnachten noch mal alle Register – und zeigten uns, zeigten ihren Fans, warum Fußballreisen Premier League das Nonplusultra in Europa sind. Selbst Sky-Reporter Toni Tomic war beim 1:0 von Luis Diaz (23.) per Kopfball-Torpedo in vorweihnachtlicher Reim-Stimmung: „Buenos Dias, Luis Diaz!“

Solche Tore machen die Premier League so besonders, das reißt dich einfach mit! 

Tottenham gegen Liverpool 3:6: Das war Werbung für die Premier League

Und bei den Heimspielen der „Spurs“ kommt garantiert keine Langeweile auf. In den letzten drei Partien im Tottenham Hotspur Stadium fielen 23 Tore – die beiden letzten Spiele haben wir für Sie präsentiert, 3:4 gegen den FC Chelsea und nun 3:6 gegen den FC Liverpool.

Beide Teams spielten ab der 65. Minute und trotz des Zwischenstandes von 5:1 für den LFC mit offenem Visier.

Ein paar Daten gefällig?

31 Torschüsse wurden abgefeuert, davon 24 von den Gästen, Liverpools Wert bei den XGoals (Expected Goals / Zu erwartende Tore) lag bei astronomischen 5,63. 

„The Slot Machine“, wie der Tabellenführer von der Merseyside seit der Amtsübernahme von Trainer Arne Slot und der klinisch wirkenden Spielweise genannt wird, kam auf eine erfolgreiche Pass-Quote von 86 Prozent. 

„Es kümmert sie nicht, ob der Gegner sie seinen besten Fußball spielt“ 

„Es gibt eine Seite bei diesem Liverpool-Team und bei Arne Slot“, erklärte der frühere LFC-Torhüter David „Calamity“ James am Montagvormittag bei Radio BBC 5 Live, „es scheint sie während des Spiels nicht zu kümmern, ob der Gegner gegen sie seinen besten Fußball spielt und Tore macht – und Tottenham hat drei Tore gegen sie gemacht.“

Viel Lob, aber bei den Merseysiders lässt man sich davon nicht blenden. „Ich weiß, wie hart es ist, die Liga zu gewinnen“, sagte Arne Slot in der anschließenden Pressekonferenz, „du musst in jeder Spielminute musst du weiter dran bleiben. Es ist nicht immer leicht, dass alle drei oder vier Tage zu zeigen.“

„Wir wollen im Mai oben stehen und wir haben gesehen, wie schwierig das ist“, sagte LFC-Kapitän Virgil van Dijk bei BBC, „wir hatten im Sommer nur einen Neuzugang und diese Gruppe von Spielern arbeitet seit einer ziemlich langen Zeit zusammen, die Erfahrung und die Qualität sind da.“  

Wie bei Mohamed Salah. Der Ägypter wurde mit seinem 229. Pflichtspieltor (zum 1:5 / 64.) viertbester Schütze aller Zeiten beim FC Liverpool. „Er ist ein besonderer, ein talentierter Spieler“, sagte Ex-Premier-League-Torhüter Shay Given über den 32-Jährigen, „Liverpool kann es sich nicht leisten, ihn gehen zu lassen.“ 

Nein, eigentlich nicht. Nur Mo Salah schaffte es in der Premier-League-Ära, in sechs Saisons mindestens 10 Tore zu erzielen und gleichsam 10 Tor-Vorlagen zu liefern. Damit überholte er den bisherigen Rekordhalter „Wild Wayne“ Rooney (Manchester United, FC Everton). 

Außerdem hat es vor dem „Pharao“ (vgl.: „Oh Pharao, oh Pharao“, Schiller) noch nie ein Spieler in der Premier League geschafft, vor Weihnachten eine zweistellige Zahl an Toren und Tor-Vorbereitungen zu sammeln. 

Das kann zum Boxing Day gerne so weiter gehen. Vielleicht höre ich den Spruch „5:1 geht’s aus“ dann ja wieder… 

Auf wen trifft der FC Liverpool am „Boxing Day“?

„The Reds“ schließen Englands traditionellen Weihnachtsspieltag am 26. Dezember 2024 um 21 Uhr mit einem Heimspiel gegen Leicester City und Trainer Ruud van Nistelrooy („Van, the Man“) ab. 

Was sind die nächsten Heimspiele der Tottenham Hotspur?

Im Tottenham Hotspur Stadium ist die Premier League ein Erlebnis, 2024 gibt es noch einen Heim-Auftritt der „Spurs“ und zwar am 29. Dezember gegen die Wolverhampton Wanderers (16 Uhr). Am 4. Januar 2025 startet Tottenham vor heimischer Kulisse gegen Newcastle United zur Lunch Time (13.30 Uhr) ins neue Jahr. 

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